Juni: Passau
Mai.: bei Berlin
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OmGym® für Kinder
Auf Tuchfühlung mit mir und dir
Vom spielerischen Erfahren der Körperlichkeit
Wenn ich Kinder in ihrer ungestörten Kreativität auf dem
Spielplatz oder in der Natur beobachte, dann staune ich immer wieder, wie
einfallsreich sie ihr Spielen leben.
Mir fällt dabei auf, daß viele Spielgeräte relativ hart sind. Am weichsten ist eigentlich noch der Sand, – denn es findet sich ja seltener Heu, Moos oder Laub ...
Hängematten oder –hölen sind inzwischen beliebt. Die
Erfahrung mit den weichen Yogatüchern ist ähnlich, doch noch vielfältiger und
intensiver:
Das schwingende Getragensein wie im Mutterleib,
der Wechsel zwischen eingekuschelter Geborgenheit und
Bewegung in der Luft,
Schaukeln, Drehen, Hängen, Strecken.
Kinder nehmen diese Möglichkeiten begeistert war. Ich sehe,
daß sie keine Anleitung brauchen, nur eine Begleitung und einen achtsamen Blick
auf die Sicherheit bei kleineren Kindern.
Körper und Bewegung sind historisch mit harten Vorstellungen
belegt gewesen – und sind es immer noch:
„Körperertüchtigung“, „hartes Training“, „Wett-Kampf“ …
sind bis heute Begriffe, die den Umgang mit dem Körper häufig
bestimmen und sich oft auch in seiner Struktur dann widerspiegeln.
Sanftere Herangehensweisen wie Feldenkrais oder Improvisationstanz und –theater bringen bewußt spielerische Elemente in Bewegung, Körperwahrnehmung und Kontakt und finden genügend Distanz zum Leistungsanspruch - ein sanftes Training, das den Hauptfokus auf die Bewußtheit der Körpererfahrung legt.
Für alles das kann das Tuch mit seinen Griffen auf drei Ebenen eine wunderbare Unterstützung sein. Weil es so nachgibt, bin ich darin ständig in Bewegung wie im Wasser. Die Muskeln haben also viel „zu tun“. Doch es ist zugleich ein Tun, das immer mehr in die Entspannung sinken lässt. Ich fühle mich bewegt, berührt und getragen. Diese Berührung kann auch durch eine zweite Person geschehen, die ruhig, sanft und einfühlsam meine Entspannung begleitet.
Es muß übrigens nicht immer sanft sein. Gerade Kinder lieben das weite Schwingen oder sogar bewußt gewollte Zusammenstöße. Spielend von einer Erfahrung zur anderen zu gehen und in Freude und Begegnung dem körperlichen Leistungsdenken erst den zweiten oder dritten Platz zu überlassen.
