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Mai.: bei Berlin
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Lymphsystem
Lymphsystem
Außer den Blutkapillaren durchziehen Lypmhkapillaren das Gewebe des Körpers. In diesen fließt überschüssige Flüssigkeit (ca. 10%, 2 Liter pro Tag) aus dem Zellzwischenraum und sammelt sich in immer größer werdenden Lymphgefäßen. Kontraktion der glatten Gefäßmuskulatur und Bewegungen der Skelettmuskulatur bringen den Fluß voran und Klappen verhindern ein Zurückströmen. Auf dem Weg finden sich immer wieder Lymphkonten als Filterstationen (besonders Leisten, Becken, Achseln) mit Abwehrfunktion, damit das Blut nicht belastet wird. Die Lymphe transportiert u.a. Proteine aus dem Bindegewebe und Fette aus dem Darm, außerdem Stoffwechselprodukte, Bakterien und Fremdkörper.
Schließlich münden die Hauptlymphgänge in die Schlüsselbeinvenen.
Schutz- und Abwehraufgaben liegen beim sehr komplexen lymphatischen System.
Außer den Lymphknoten gehört dazu die Milz als Kontroll- und Filterorgan des Blutes.
Sie bildet Lymphozyten und Abwehrstoffe, speichert Lymphozyten und Eisen, baut veraltete rote Blutkörperchen ab.
Die verschiedenen Mandeln sind im lymphatischen Rachenring angeordnet und fangen dort Keime ab.
Der Thymus prägt nach der Geburt für einige Jahre T-Lymphozyten für eine spezifische Immunkompetenz. Nach der Pubertät bildet er sich zum thymischen Fettkörper um und die Prägung der T-Lymphozyten wird von Milz und Lymphknoten übernommen. Sein Hormon Thymosin aktiviert die Abwehr der Zellen.
Das größte lymphatische Gewebe ist in der Dünndarmschleimhaut. Auch der Wurmfortsatz des Blinddarm erfüllt Funktionen der Infektionsabwehr, vor allem in der Kindheit.
